11 Solisten auf 6 Bühnen
OPEN-AIR LORELEY

SAMSTAG, 17. April 2021

UNTER FREIEM HIMMEL

ein bewegendes Konzert über Nähe und Distanz

Das Konzert muss Corna-bedingt leider ohne Live-Publikum stattfinden. Es wird aber ein Konzertfilm gedreht, der im Nachgang im Internet exklusiv veröffentlicht wird. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

Samstag, 17. April, von 19.00 – 20.30 Uhr und natürlich Open-Air:
an einem spektakulären Ort, in grandioser Kulisse und mit einem außergewöhnlichem Set-Up: 11 KünstlerInnen, verteilt an mehreren Aussichtspunkten im Kultur- und Landschaftspark auf der Loreley, spielen miteinander und gemeinsam diese ungewöhnliche Konzertkomposition. Allen Zeiten zum Trotz ist der Loreleyfelsen in St. Goarshausen Schau- und Hörplatz für ein überraschendes Konzertprojekt mitten im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Einen kleinen Vorgeschmack bietet unser Videotrailer.

Ein Erlebnis für die Sinne

Eine interaktive Sinn-Phonische Dichtung

an einem besonderen Platz

in einer besonderen Zeit!

„Unter freiem Himmel“ lässt Nähe und Distanz zugleich erleben. Trotz der äußeren Entfernung spielen die MusikerInnen und die Tänzerin miteinander, kommunizieren musikalisch auch über die räumliche Distanz und kreieren eine alle verbindende Komposition. Inmitten dieser Klangräume verweben sich bewegende und ausdrucksstarke Mandalas der indischen Tänzerin Shany Mathew. Musik und Tanz bewegt das Publikum auch im wörtlichen Sinne: die ZuhörerInnen sind aufgefordert sich frei im Kultur- und Landschaftspark zu bewegen und „erlaufen“ sich so ihren individuellen Musikgenuss. Das Publikum erlebt an den verschiedenen Aussichtspunkten im Park nicht nur seinen ganz eigenen point of view auf die KünstlerInnen und die beeindruckende Natur, sondern auch einen ganz individuellen und intensiven point of listening!

11 Solisten auf 6 Bühnen

Eine interaktive Sinn-Phonische Dichtung

Matthias Frey

Der Weltmusiker, Filmmusikkomponist und Pianist Matthias Frey ist eine musikalische Ausnahmeerscheinung: unzählige internationale Konzertreisen, Kompositionen für Film und Fernsehen, die Leitung bedeutender Festivals und renommierte Auszeichnungen sind die Eckpunkte seines Werdegangs. Seine Kompositionen und der verblüffende Klangreichtum des präparierten Konzertflügels, den er auch wie ein Saiteninstrument spielt, verklanglichen seine Dialogfreude mit anderen Kulturkreisen. Er ist als Solist oder mit eigenen Ensembles in Deutschland und Europa unterwegs und macht Konzerttourneen in Afrika, im Nahen Osten und in Asien.

Musikalische Leitung

Piano & Komposition

Cello, Viola d`amore & Klarinette

Christopher Herrmann

Seit seinem 14. Lebensjahr erschafft er auf barockem, modernem und elektrischem Cello unterschiedlichste, musikalische Landschaften. Neben Klassik hat ihn die Neugier auf Musik anderer Kulturen und des Jazz dazu inspiriert, seine eigene Klangsprache zu entwickeln. Mit seinen Ensembles war er auf Tourneen u.a. in den USA, England, Rumänien, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien. Der Komponist gründetet 2014 das "orchestra of truth", mit dem er eigene und Ideen andererer KomponistInnen verwirklicht, unterstützt von Musikern und Künstlern unterschiedlichster Kulturen.

Thomas Kagermann

Thomas Kagermann ist einer der Protagonisten des deutschen Folk-Revivals, der in den 70er-Jahren mit dem Trio Fiedel Michel deutsche Musikgeschichte schrieb. Es folgten weltmusikalische Experimente, Schwerpunkt Violine und Gesang.
Seit zwei Jahrzehnten erforscht er die spirituelle Tiefenwirkung der Verschmelzung von christlichen Gesangsimprovisationen und dazu synchronen Violinskalen.

Violine & Gesang

Gitarren

Tillmann Höhn

Tilmann Höhn ist Gitarrist: Jazz-Gitarrist, Akustik-Gitarrist, Blues-Gitarrist, Elektrik-Gitarrist, Studio-Bossanova-Pop-Solo-Duo-Trio-Gitarrist. Er spielt bei der Frankfurt City Bluesband, Hotel Bossa Nova, Yvonne Mwale, Simple Songs und Vibes. Er genießt es, mit großartigen Gitarren-Kollegen wie John Stowell, Claus Boesser-Ferrari, Ali Neander, Kosho, David Becker, Thomas Brendgens-Mönkemeyer, Markus Fleischer oder Frank Haunschild aufzutreten. Tilmann begleitete unter anderem Grammy-Gewinnerin Alannah Myles und den Kabarettist Lars Reichow.

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Evelyn Huber

Ausnahmeharfenistin Evelyn Huber an ihrer Harfe ist ein besonderes Klangerlebnis: hingebungsvoll feurig ebenso wie atmosphärisch-meditativ. Die Weltmusikerin, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kulturpreis und doppelte Echo-Gewinnerin, jammt, summt, brummt, pfeift und swingt auf der Harfe und stimmt in schnellem Tempo kunstvoll verwobene Melodien an. Dann und wann aber flirtet und verzaubert sie auf zartesten Engelssaiten. Mit viel Charme, Spielfreude und technischer Perfektion bringt Evelyn Huber auf der Harfe bislang ungehörte Klangwelten zum Schwingen.

Konzertharfe

Pferdekopfgeige,
Ober- und
Untertongesang

Enkhjargal Dandarvaanchig

Enkhjargal Dandarvaanchig, Meister der mongolischen Geige und des Gesangs, wandelt zwischen den Kulturen. Mit seinem Spiel auf der Morin Hoor und der Perfektion seines Gesanges (Unter- und Oberton) liebt er es, seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen. So gelingt es ihm schon nach wenigen Takten oder Tönen, dem Publikum die Schönheit der mongolischen Steppe und ihrer Weite vor Augen und Ohren zu führen aber auch hinaus in die Klangwelten anderer Kulturen einzutauchen. Er ist seit 1994 weltweit auf Tournee.

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Almut Schwab

Die Multiinstrumentalistin hat als studierte Flötistin begonnen. Sie liebt die Brillanz der Flöte und die Nähe zur menschlichen Stimme, besonders in der Barockmusik, aber auch die archaischen, mystischen Klangwelten des Impressionismus und Neuer Musik. Mit dem Akkordeon entwickelte sie eine eigene Tonsprache, unter Anderem durch Studien beim großen Meister des Bandoneonspiels, Raul Jaurena. Tango und Klezmer-Musik sind ihre große Leidenschaft. Mit dem Hackbrett erweitert sie die Klangmöglichkeiten besonders bei den leisen, zarten Tönen.

Flöte,
Akkordion,
Hackbrett

Nay & Duduk

Rageed William

Rageed William ist Irakischer Musiker, Komponist, Arrangeur und Toningenieur. Er studierte orientalische Musik am Institut für Musikwissenschaft in Bagdad. In Deutschland studierte er Audiotechnik. Er spielt zwei der ältesten Musikinstrumente, die Nay (Orientalische Flöte) und das Duduk (Armenisches Doppelrohrblatt Holzblasinstrument). Er ist in Deutschland und dem Mittleren Osten mit verschiedenen Philharmonieorchestern und an Opern, wie z. B. Philharmonie Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Oper Frankfurt und Opera Cairo aufgetreten. Und war zu vielen wichtigen Musikfestivals in Europa, dem Mittleren Osten und den USA eingeladen.

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Shany Mathew

Die gebürtige Heidelbergerin mit indischen Wurzeln schlägt eine tänzerische Brücke zwischen Deutschland und Indien. Shany Mathew wurde über 20 Jahre in drei klassisch indischen Tanzdisziplinen Bharata Natyam, Kuchipudi, Mohiniattam) ausgebildet. Als Kulturbotschafterin wird sie heute im besonderen Maße von der indischen Botschaft und indischen Konsulaten gefördert.
Derzeit arbeitet Shany Mathew als kommunale Integrationsbeauftragte und ist Dozentin der Orientalischen Musikakademie für Bharata Natyam in Mannheim.

Indischer Tanz

Gesang und
Stimmkunst

Silvia Sauer

Silvia Sauer ist Sängerin, Stimmkünstlerin und Performerin zwischen Jazz und Improvisierter Musik, Vertonung von Stummfilmen bis hin zu audiovisuellen Performances, Live-Hörstücken und SoundArt - pur akustisch wie auch mit Live-Elektronik (Looper).

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Marko Mebus

geboren 1993, ist ein aufstrebender Solist der jungen deutschen Jazzszene. Nach seinem Studium in Mainz war er von 2016 bis 2018 Mitglied des Bundesjazzorchesters, wurde 2019 in das Sunday Night Orchestra Nürnberg aufgenommen und ist deutschlandweit mit eigenen Besetzungen wie auch als Gast aktiv, beispielsweise in der HR Bigband. Seit Oktober 2019 ist er Dozent für Jazztrompete am Dr.Hochs Konservatorium der Stadt Frankfurt am Main.

Trompete

DIE MUSIK

… was soll es bedeuten

Der musikalisierte Klang des Flusskontinuums Rhein (Bordun-Ton) erfüllt die Luft des Parks wie Vogelgesang an einem Frühlingsmorgen und ist die harmonische Grundlage, auf die sich alle MusikerInnen gemeinsam beziehen. Die KünstlerInnen, die im Landschaftspark verteilt agieren und ihren Standort immer wieder wechseln, spielen dazu und miteinander. Im Laufe des Konzerts entstehen viele originelle Ensemble-Zusammensetzungen von Duos bis hin zum Tutti und es erklingen vielfältige Musikstile.

In der polyphonen interaktiven Sinfonie „Unter freiem Himmel“ erfolgt die musikalische Kommunikation auch und gerade über die räumliche Distanz und sich verändernde Konstellationen. Das Lied „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“(Heine/Silcher) wird von einzelnen MusikerInnen mit unterschiedlichen Instrumenten in originellen Bearbeitungen zitiert und in die Gesamtkomposition improvisatorisch eingearbeitet.

FOTOAUSSTELLUNG
von Ellen Schmauss

„Weltenfrauen – im Gewand der Vielfalt“

Ein weiterer point of view im Rahmen des Konzerts
Mit einem respektvollen Augenmerk auf Frauen widmet sich die Ausstellung der bunten Vielfalt unserer Gesellschaft. Die Fotokünstlerin Ellen Schmauss zeigt Portraits von Frauen in traditionellen Gewändern ihrer Herkunftsländer. Die würdevollen Portraits werfen Licht auf Diversität unserer sich wandelnden Gesellschaft in Deutschland. Die Ausstellung nimmt den Zuschauer mit auf die individuelle Spurensuche der dargestellten Frauen nach ihren Wurzeln, der eigenen Identität und ihrem daraus gewachsenen Frauenbild. Hier finden Sie weitere Informationen zu Ellen Schmauss und zur Ausstellung „Weltenfrauen“.

Danke

Unsere Partner

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch das Förderprogramm „Lichtblicke“ der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz.